20.10.1740
Karl VI. gestorben
Der römisch-deutsche Kaisers Karl VI. stirbt sorgenvoll in die Zukunft schauend am 20. Oktober 1740. Mit ihm endet die unbestreitbare Vormachtstellung Österreichs in Deutschland. Die Tochter des Verstorbenen, Maria Theresia, beansprucht die Nachfolge in der Habsburger-Monarchie für sich aufgrund der „Pragmatischen Sanktion“ von 1713, welche dem Hause Habsburg die weibliche Nachfolge sichern sollte und die ihr Vater in jahrelangem diplomatischen Ringen bei den europäischen Herrscherhäusern hatte durchsetzen können. Der Kaiserinnentitel fiel ihr im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741 bis 1748) gegen Karl VII. Albrecht nach dessen Tod über den 1736 geehelichten Herzog Franz Stephan von Lothringen zu, der als Franz I. 1745 zum römisch-deutschen Kaiser gewählt worden war. |