14.1.973
Ekkehard I. gestorben
Im Kloster von St. Gallen stirbt am 14. Januar 973 der ca. 909 in der Gegend von St. Gallen geborene Mönch und vermutliche Verfasser des mittelalterlichen Walthari-Liedes, Ekkehard I. Im Jahre 926 plünderten die Magyaren bei einem ihrer Vorstöße das Kloster. Durch diesen Überfall an die Zeit der Hunnen erinnert schrieb der junge Klosterschüler Ekkehard mit inbrünstiger Freude an Heldentaten das schöne lateinische Epos von dem starken Walther von Aquitanien, der, mit seiner Braut Hildegund aus dem Hunnenlande flüchtig, im Wasgenwalde mit Hagen und Gunther die blutigen Kämpfe zu bestehen hat, die Walther die Rechte, Hagen ein Auge und sechs Backenzähne, Gunther ein Bein kosten. Während der Mönch so von großen Taten schrieb, verrichtete sie der deutsche König Heinrich I. bereits mit seinem neuen Heerbann, der im Slawenkrieg die Generalprobe bestand. |